Arbeit im Ägypten-Lexikon

Was macht ein Chinese in Ägypten? Die Lösung lautet: Arbeiten. Denn in letzter Zeit fällt immer mehr auf, dass die Zahl der Chinesen, die in Ägypten arbeiten, deutlich zunimmt. Einige haben sogar ein eigenes Geschäft gegründet und sich damit selbständig gemacht, wie es in Medienberichten heißt. Problem dabei ist jedoch der enorme politische und bürokratische Aufwand, den die Ausländer zu bewältigen haben. Und doch verschlägt es viele Chinesen nach Ägypten. Offiziell spricht die chinesische Botschaft in Kairo von 10.000 Chinesen, die im Land der Pyramiden leben und arbeiten. Wobei angemerkt werden muss, dass bei dieser Zahl noch nicht einmal die Schwarzarbeiter berücksichtigt werden konnten. Selbstverständlich siedeln sich die Neuankömmlinge in erster Linie dort an, wo die Wirtschaft blüht und es sich am besten lebt. Das heißt: im Bereich des Nils oder am Sueskanal. Letzterer ist ein wichtiger touristischer Anziehungspunkt der gerade für chinesische Restaurants oder auf dem Dienstleistungssektor für leicht verdientes Geld sorgt. Rund 40 Prozent der Menschen, die in Ägypten leben hält sich in den Städten wie Kairo oder Alexandria auf, der Rest wohnt auf dem Land, wo die Berufs- und Lebensschancen deutlich schlechter aussehen. Die Bevölkerung Ägyptens wächst übrigens rasend schnell. Pro Jahr ist ein Anstieg von rund 2 Prozent zu verzeichnen. Während um 1800 nur 2,5 Millionen Einwohner gezählt wurden, gab es 200 Jahre später schon fast 68 Millionen Menschen in Ägypten – Tendenz weiter steigend. Aber obwohl die Anzahl an Chinesen deutlich angestiegen ist, machen immer noch 97 % der Bevölkerung die Ägypter selbst aus.

Der typische Arbeitsalltag im alten Ägypten

Aufstehen weil der Wecker klingelt, schnell noch ins Bad, frühstücken und ab zur Arbeit. So sieht unser Arbeitstag oder zumindest der Anfang des Arbeitstages bei uns in der heutigen Zeit aus. Auch wenn es schon sehr sehr lange her ist unterscheidet sich dieser Arbeitstag aber gar nicht einmal so überaus mit dem Leben eine typischen Bürgers im alten Ägypten. Hier startete der Tag ebenfalls mit einer reinlichen Morgentoilette. Sogar eine Toilettenspülung gab es damals bereits, wenn sie auch etwas anders funktionierte als heute. Auch Badezusätze, Duftstoffe und Parfums gab es bereits. Sie waren schon im alten Ägypten besonders angesagt. Nach dem Badaufenthalt kam das Frühstück, das in der Regel mit der ganzen Family abgehandelt wurde. Danach ging es ab in die Arbeit. Hier stand etwa eine 10-Tage-Woche auf dem Programm, anschließend war dann ein Tag Freizeit erlaubt. So überaus stressig und hart hatten es die ägyptischen Arbeiter also nicht wie häufig im Fernsehen oder im Kino bei Pyramidenszenen aus dem alten Ägypten zu sehen ist. Es habe sogar eine Mittagspause gegeben wollen Forscher herausgefunden haben. Die Pyramidenbauten wurden, wie es heißt, vorwiegend von Bauern durchgeführt. Sie waren tatsächlich derartig anstrengend, dass die Arbeiter oft Knochenbrüche oder ähnliche Probleme erlitten. Deshalb wurden auch in der Nähe der Arbeitsstätten von Forschern zahlreiche Skelette von Arbeitern gefunden, die sich im wahrsten Sinne des Wortes kaputt gearbeitet hatten. Wie die Entlohnung der damaligen Arbeiter aussah ist nicht genau bekannt. Ob tatsächlich auch Sklaven an den Pyramidenbau herangeführt wurden oder ob die Entlohnung für jedermann ausbezahlt wurde, darüber sind sich Wissenschaftler nicht eindeutig sicher geworden, da es keine wirklichen Indizien gibt.





Hauptseite | Impressum