Außenpolitik im Ägypten-Lexikon

Seit Ende der 80er Jahre hat Ägypten außenpolitisch gesehen eine wichtige Position inne, denn seit dieser Zeit gehört das Land zu den wichtigsten Verbündeten der Vereinigten Staaten außerhalb der NATO. Somit arbeiten Ägypten und die USA auch eng auf militärischem Wege zusammen. Leider nehmen andere Länder dabei nur selten Einfluss auf das Land Ägypten selbst, wo es noch zahlreiche Regelungen von früher gibt, die den Menschenrechtlern überhaupt nicht gefallen dürften. Denn wie es in Medienberichten heißt, werden in Ägypten immer noch Menschen schlecht behandelt und sogar gefoltert. Nicht selten werden Menschen misshandelt durch Elektroschocks, Schläge oder Aufhängen an verschiedenen Körperteilen eingeschüchtert oder Gefangene sexuell missbraucht. Wer sich gegen diese mehr als zweifelhaften Methoden auflehnte wurde selbst oft hart bestraft. Immer mehr Menschenrechtsorganisationen versuchen gegen Ägyptens Handhabungen mit Sträflingen und anderen Menschen vorzugehen – bislang größtenteils aber ohne richtigen Erfolg. Teilweise benutzen laut Internetberichten aber auch andere Länder, wie die USA, das Land Ägypten, um vom CIA entführte Personen dort „zwischen zu lagern“, dafür gibt es jedoch keine eindeutigen Beweise. Generell muss die ägyptische Politik gegenüber anderen Ländern jedoch einen „freundlichen“ bis „wohl gesonnenen“ Eindruck machen. Denn das Land ist abhängig vom Import von Produkten anderer Länder ins Landesinnere von Ägypten. Vor allem hinsichtlich der Nahrungsmittel herrscht ein enormer Mangel im Land er Pyramiden vor, da die Bevölkerung immer weiter steigt und die Menschen sonst nicht satt werden. Die heimische Landwirtschaft ist zu schwach. Nicht auszudenken, wenn Ägypten boykottiert werden würde. Das wäre ebenso schlimm, wie die Beeinträchtigung oder ein Stopp des Exports. Ägypten ist unter anderem Weltmarktführer von Kristallschmuck und Kristallfiguren.

Ägypten goes Österreich

Österreich ist bei der Suche nach einem Partner fündig geworden. Nein, nicht etwa bei den Nachbarländern Deutschland oder Schweiz. Der Kooperationspartner kommt von etwas weiter her: aus Ägypten. Denn kein geringeres Land als das Land der Pyramiden wird in Zukunft mit Österreich zusammenarbeiten. Die Pläne für die Kooperation beziehen sich in erster Linie auf den Straßenbau, auf die Schienennetze und die Häfen. Dadurch versprechen sich beide Länder eine bessere Infrastruktur. Dass es beide Länder ernst meinen hat man spätestens bei einem Treffen gemerkt das vor kurzem in Wien stattgefunden hat. Während österreichische Bauunternehmer schon jetzt auf Millionaufträge hoffen, hofft man in Ägypten sobald wie möglich auf eine verbesserte Gleisstruktur. Das ägyptische Schienennetz ist schließlich vollkommen veraltet – kein Wunder, denn es gehört zu den ältesten Schienennetzen überhaupt. Den Entschluss, das ägyptische Schienennetz zu erneuern, fasste die Regierung nachdem es bereits mehrfach schlimmere Zugunglücke mit höheren Sachschäden mit Personenschäden gegeben hatte. Österreich, so heißt es, habe die nötige Erfahrung für diese und weitere Herausforderungen. Gesagt getan. Diverse Firmen und namhafte Bauunternehmer aus der Alpenrepublik haben bereits Angebote nach Ägypten gesandt und hoffen nun auf Aufträge. Insgesamt sollen Ausschreibungen von Arbeiten im Wert von bis zu 80 Millionen Euro gemacht worden sein, wie Medien melden. Dazu kommt, dass bei erfolgreicher und kompetenter Ausführung der Aufträge möglicherweise noch Folgeaufträge für die österreichischen Unternehmen möglich wären. Das heißt, dass bei der österreichisch-ägyptischen Zusammenarbeit noch lange nicht das letzte Wort gesprochen ist. Im Gegenteil: die Freundschaft beider Länder soll auch auf kultureller Ebene noch verstärkt werden.



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