Bodenschätze im Ägypten-Lexikon

Ägypten ist nicht nur ein mächtiges, sondern auch ein reiches Land. Zumindest wenn es um die Bodenschätze geht. Diese gibt es vor allem in Form von Erdöl in großen Mengen. Gefördert wird das schwarze Gold, wie es dort auch bezeichnet wird, unter anderem auf der Halbinsel Sinai und im Golf von Sues. Auch die Salzgewinnung sowie die Gewinnung von Eisenerz, Manganerz und zahlreicher weiterer Materialien wie Schwefel oder Uranerz trägt zu einem guten und erfolgreichen Export-Handel bei. Dagegen wird das ebenfalls reichlich vorhandene und seit Mitte der 70ern geförderte Erdgas vor allem in Ägypten selbst verwendet. Nicht nur zum Heizen dient das Gas, auch für die Düngung und die Produktion von Düngemitteln ist es von Nöten. Strom kommt in Ägypten neben Kernkraftwerken auch durch Wasserkraftwerke, um genau zu sein machen sie einen 15 Prozent-Anteil der Stromproduktion aus. Exportiert wird, wie bereits beschrieben, eine ganze Menge. Jährlich verlassen Güter im Wert von mehr als 10 Milliarden Doller das Land. Dazu zählen vor allem Brennstoffe, aber auch Öle oder chemische Erzeugnisse und nicht zuletzt Nahrungsmittel. Beliefert werden Länder wie Deutschland, USA, Italien, Spanien, Korea oder Frankreich sowie die Niederlande oder Saudi-Arabien. Es gibt nur ein Problem: die Waren, die jährlich importiert werden nach Ägypten haben einen Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar. Kein Wunder also, dass die Einfuhren nicht mehr durch den Export finanziert werden können. Importiert werden Nahrungsmittel, Maschinen, Rohstoffe und vorgefertigte Produkte aus China, USA, Deutschland, Italien und Frankreich. Die angegebenen Umschlagszahlen beziehen sich auf Statistiken aus dem Jahr 2004.



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