Geografie im Ägypten-Lexikon

Gelegen ist Ägypten im Nordosten von Afrika, im Osten bilden das Rote Meer, der Gaza-Streifen und Israel die Grenze des Landes, im Norden das Mittelmeer, im Süden der Sudan und im Westen befindet sich der Nachbar Libyen. Die Fläche des Landes beträgt mehr als eine Million Quadratkilometer, damit ist es fast dreimal so groß wie die Bundesrepublik. Wichtigster Bestandteil Ägyptens ist natürlich der Nil, der sich wie eine große Ader durch Ägypten zieht und durch seine Fruchtbarkeit Leben spendet. In Unterägypten teilt sich der Fluss in zwei Bereiche zwischen Damiette und Rosette, sodass in der Mitte eine Deltalandschaft mit vielen kleinen Kanälen, aber auch mit Schlamm entsteht. Im Süden, also in Oberägypten, sind etliche fruchtbare Oasen zu finden. Der Blick in den Westen fällt auf die libysche Wüste mit dem Libyschen Plateau, etwas weiter im Südwesten gibt es eine Höhensteigerung von bis zu eintausend Metern. Dass Ägypten also ein Land der Gegensätze ist beweist auch der Blick in die östlich des Nils zu sehende Arabische Wüste. Hier finden sich Gebirgszüge von fast zweitausend Metern Höhe und alles andere als fruchtbarem Ackerboden. Stattdessen ist es steinig und furchig. Dementsprechend ungleichmäßig verteilt ist natürlich auch die Bevölkerung des Landes. Während in den eben genannten unfruchtbaren Gebieten relativ wenige Menschen leben können, weil Arbeit und Essen fehlen, ist die Bevölkerungsdichte in den ertragreichen Gegenden klarer Weise umso größer. Hier ist laut Statistik von einer Summe von 1000 Einwohnern pro Quadratkilometer die Rede, das heißt es kann schon einmal etwas enger werden. Insgesamt leben im Land der Pharaonen rund 78 Millionen Menschen.



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