Landwirtschaft im Ägypten-Lexikon

Ägyptens Bauern stehen unter Druck. In gewisser Weise stehen die Bauer jeden Landes unter Druck, da die Erzeugnisse und Ernten witterungsbedingt oft schlechter ausfallen und die viele Arbeit der Dienstleistenden nur selten in genügendem Maße belohnt wird. In Ägypten kommt aber zu diesen Faktor noch ein weiteres Problem hinzu: die Bevölkerung wächst immer weiter und sorgt somit für zusätzliche Spannungen und Zeit- sowie Arbeitsdruck. Kein Wunder also, dass Hirse, Kohl und so weiter, die für Ägypten eigentlich typisch sind, nicht mehr soviel angebaut werden. Es ist wichtiger geworden, möglichst viele Nahrungsmittel aus dem Ausland nach Ägypten zu holen, um die hungrigen Münder im Land zu füttern. Wie es in einem Bericht heißt steige die Importmenge immer mehr an. So wurden zum Beispiel im Jahr 1980 mehr als fünf Millionen Tonnen Weizen „bestellt“, da in Ägypten gar nicht mehr soviel angebaut werden kann wie benötigt wird. Tendenz steigend. Denn: Ägyptens landwirtschaftliche Nutzflächen sind knapp, die Maschinen der Bauern veraltet und das Klima zudem ungünstig. Schließlich sind die Temperaturen einfach zu hoch, die Luft zu trocken und eine Bewässerungsanlage macht aufgrund der wenigen Wasserquellen kaum bis überhaupt keinen Sinn. Fruchtbarster Teil Ägyptens ist der Bereich um den Nil, aber auch hier ist aufgrund von zurückgehenden Pegeln immer weniger Bodenattraktivität vorhanden. Nicht viel besser sieht es bei der Haltung von Nutztieren aus. Schafe, Ziegen und Co. können oft nicht gefüttert werden und sind so auch nicht in ausreichender Zahl vorhanden, sodass die Bevölkerung von den tierischen Produkten leben könnte.



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