Suezkanal im Ägypten-Lexikon

Der Suezkanal ist der wichtigste Kanal überhaupt für die Ägypter. Er ist knapp 200 Kilometer lang und verbindet das Rote Meer mit dem Mittelmeer und bildet gleichzeitig nicht nur eine wichtige Route, sondern auch einen kurzen Wasserweg zwischen Asien und Europa. Gebe es den Suezkanal nicht, so müssten die Handelstreibenden mit ihren Schiffen einen Umweg über Afrika schippern, was nicht nur teurer, sondern auch viel komplizierter und zeitaufwändiger wäre. Seinen Namen bekam der Suezkanal von der Stadt Suez – hier endet der lange Schlauch, der in der Stadt Port Said im Mittelmeer beginnt. Der Suezkanal ist so etwas wie die „größte Einbahnstraße der Welt“. Denn er darf nur von einer Seite aus befahren werden. Würde es mehrere Fahrrinnen geben, so würde es schlicht und einfach zu eng. Die geringste Breite liegt bei gerade einmal 300 Metern an der Oberfläche und nicht einmal 200 Metern auf dem Grund. Bis zu 15.000 Schiffe können pro Jahr den Kanal passieren, möglich macht das eine Art Wartebereich, der im Suezkanal integriert ist. Hier können sich die Schiffe kreuzen. Um durch den Suezkanal zu gelangen brauchen mehrere Schiffe, die hintereinander fahren zwischen 10 und 15 Stunden. Aber nicht nur Handelsschiffe sind hier unterwegs, auch Personen werden befördert. Wer sich einen Urlaub vom Feinsten gönnen möchte, der kann eine der bekanntesten und beliebtesten Kreuzfahrten schlechthin machen. Allerdings muss man dafür ganz schön tief in den Geldbeutel fassen – bis zu 100.000 Euro kann eine solche, mehrwöchige, Kreuzfahrt kosten. Trotzdem zieht es immer mehr Menschen in den Suezkanal und diesen Teil Ägyptens.


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Text (c) 2017: C. H.

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